Montag, 20. Mai 2013

Was fliegt denn da beim Mond?

Hallo,

da es mangels Wetter in den Abendstunden kaum mehr zu Astroaufnahmen reicht, hier  ein Suchbild von Klaus Spruck am Tage aufgenommen.



"Was fliegt denn da beim Mond?" (Zum Vergrößern Anklicken)   
(Aufnahme: 18.05.2013, 19:46 Uhr in der Lahnaue mit 300 mm Brennweite, 50% des Bildes)

Des Rätsels Lösung folgt in ein paar Tagen, zu Gewinnen gibt es leider nichts, da uns die Mitropa Kaffeemaschinen ausgegangen sind ;-)

Samstag, 6. April 2013

Beobachtung PANSTARRS C2011 L4 die Zweite am 1. April 2013

Nachdem sich die Wolken seit meiner ersten Sichtung am 19.3. von der freundlichen Seite gezeigt hatten (immer reichlich vorhanden, vor allem in Richtung NW) war zu meinem nächsten „Wunschtermin“ am Abend des 1. Aprils (siehe Abbildung 1, oben) mit der Annäherung von Panstarrs C2011 L4, jetzt mit ca. 4.5 mag schon merklich dunkler seit Anfang März mit ca. 2.0 mag, und M31 dem Andromeda-Nebel überraschender Weise die Sicht besser, wenn auch die Beobachtungsbedingungen vom Balkon über die Straßenlaterne hinweg in die Dunst/Lichtglocke von Gießen nicht berauschend waren. Siehe dazu Abbildung 2, gleicher Aufnahmesetup, allerdings nur etwas tiefer gehalten, Panstarrs C2011 L4 sollte irgendwo knapp am oberen Bildrand sichtbar gewesen sein.

Nach dem ich mir dann eine Gegenlichtblende aus einer großen Styropor-Tafel gebastelt hatte, die die direkten Einstrahlungen der Laterne verhinderte, gings dann einigermaßen. Mit bloßem Auge vermochte ich nichts zu erkennen, im 10x42 Fernglas waren aber der Komet und M31 mit ca. 4° Abstand sofort auszumachen. Nach meinen ersten Erfahrungen wußte ich, mit 2 sec Belichtugszeit war nichts mehr zu machen, daher wurde die Kamera mit dem 70-200mm/2.8 auf meine grob eingenordete HEQ5 gepflanzt, um längere Belichtungszeiten ohne Strichspuren zu ermöglichen. Allerdings waren, wie sich zeigte, längere Zeiten als ca. 10 sec wegen der Hintergrundhelligkeit sowieso nicht zu erzielen. So resultierten die Aufnahme-Parameter F4 1600 ISO Serie1 bzw. F2.8 800 ISO jeweils 6 sec Belichtungszeit.
Nach den ersten Bildern mit 300mm/f4 vom Kometen alleine (Abbildung 3) wechselte ich auf das 70-200mm, um mit Brennweiten zwischen 70 mm und 135 mm den gewünschten Himmels-Ausschnitt abzudecken Abbildung 4 (mit ca. 70 mm). 
Danach versuchte ich noch drei Belichtungsreihen, um mit DeepSkyStacker ein besseres SNR zu erzielen. Serie 1 mit 1600 ISO, ca. 5 Aufnahmen, Fokus leidlich, Serie 2 mit 800 ISO und 40 Aufnahmen, Fokus schlecht und Serie 3 mit 800 ISO und Fokus leidlich, nach wieder ca. 40 Aufnahmen á 6 sec wurden die Bedingungen aber schlechter, der Komet kam tiefer an den Horizont (ca. 7° Höhe um kurz nach 22:10 Uhr) und damit war dann Schluß.
Zum Ende noch ein „stark“ bearbeitetes Bild aus dem Stack-Prozess (Abbildung 5) gegen 22:00 Uhr.

(Dies ist ein Beobachtungsbericht von unserem Mitglied Reinhard Stärk)

Samstag, 16. März 2013

Der Komet Panstarrs

In unserem Jahresüberblick hatten wir auf zwei möglicherweise helle Kometen hingewiesen. Hell meint in diesem Fall die Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Der erste von beiden heißt C/2011 L4 PANSTARRS und ist in diesen Tagen in der Abenddämmerung unmittelbar nach Sonnenuntergang ziemlich exakt im Westen zu sehen. Nur langsam führt ihn seine Bahn weg aus dem hellen Abendhimmel, so dass meist ein Fernglas und sehr gute Horizontsicht (flacher Horizont ohne Wälder und Bebauung) notwendig sind.

Die Beobachter der Astro-AG hatten Glück, so dass wir hier eine kleine Chronik des Kometen zeigen können:

Den Auftakt macht eine Beobachtung (Bild rechts) von Klaus Spruck, zu der er schreibt: 13.3.13, 19:11, ca. 70 mm Brennweite und Blende 4, 1/4 Sek., 800 ASA, Ausschnitt mit Gimp und "nachgehärtet" bis man was erkennnen konnte.
Anmerkung: der Komet ist bei etwa 1/3 Bildhöhe von unten und leicht rechts der Mitte, vergleiche auch Vollbild.
An diesem Tag keine leichte Beobachtung!











Auch Josef Gräf und Reiner Euler konnten den Kometen aus Gießen heraus an diesem Tag ablichten. Folgendes Bild ist ein Ausschnitt aus Ihrer Aufnahme bei 200mm Brennweite, der Komet steht oberhalb der Bildmitte:

 Weitere Bilddaten: CANON 40Da, Objektiv: "70-200mm f/4 L USM", Blende 4, 800 ISO, 1/5 Sekunden, 19:23 Uhr MEZ.
Josef schreibt zudem: „Etwa zwischen 19 und 19:15 Uhr meinte ich mit bloßem Auge auf halber Strecke zwischen Mond und Horizont ein winziges aufgehelltes Pünktchen zu erkennen und ich hielt mein 20x80-Fernglas drauf und sah darin den Kometen deutlich. Der Beobachtungsort war nicht ganz optimal, denn die Sonne war hinter einem großen Haus untergegangen und später mussten wir gegen die höllische Beleuchtung des nahen XXXXXXX-Parkplatzes ankämpfen. Trotzdem war es ein netter Beobachtungsabend und wir konnten danach sagen: "Annuntiamus vobis a mords gaudi, habemus imagines comae panstarrsiae...".“

Vollbild, weitere Bilder: 1, 2, 3, 4.

Frank und Nina Leiter beobachteten ebenfalls erfolgreich, hier ein Bild vom 15.03.2013:

Näheres zu dem Bild und zur Beobachtung im Bericht vom 14.03.2013 und 15.03.2013

Christian Weis hatte ebenfalls Erfolg und zeigt uns einen Sonnenuntergang und den Kometen vor einer beeindruckenden Landschaft in der Nähe vom Bodensee, Details: siehe Christians Bericht:



Spannend ist die Entwicklung in den nächsten Tagen und Wochen. Täglich steigt der Komet höher über den Horizont, allerdings nimmt der Mond im Augenblick stark zu, so dass der Himmel aufgehellt ist.

Die Astro-AG wird weiter berichten und wünscht viel Glück bei eigenen Beobachtungen.

Frank Leiter

Montag, 4. Februar 2013

Skype bei der AAG Heuchelheim

Hallo,

wir haben bei der AAG Heuchelheim einen Skype Zugang installiert. Wenn der Internetzugang funktioniert sind wir unter dem Skypenamen:

aag-heuchelheim

Freitags ab 20:00 Uhr erreichbar.




Mond durch 18" Dobson vom 25.11.2012



Hier ein Bild von Klaus, es wurden 5 Aufnahmen durch seinen 18 Zoll Dobson am 25.11.2012 aufgenommen. Die Programme Hugin, giotto und gimp wurden für Überlagerung, Nachschärfen und Verbesserungen verwendet.

Das Ergebnis:

Anklicken zum Vergrößern
 - man beachte vor allem den Zentralberg als hellste Stelle im Krater Aristarchus.

Klaus Spruck

Sonntag, 14. Oktober 2012

Im September war es wieder soweit

Im September war es endlich wieder soweit, ich hatte Zeit, es wurde früher dunkel und es war klar.  Die einzelnen Tage im August in denen es klar war konnte ich leider nicht nutzen, umso mehr habe ich mich über den 7. bis 9. September gefreut. Also sofort im Garten mein Fotoequipment aufgebaut. Zum Einsatz kamen mein ED80 mit 0,8 Skywatcher Reducer auf meiner EQ6 Skyscan Montierung. Das erste Ziel war Cassiopeia genauer M52 und der Bubblenebel. Die Bedingungen waren im September leider nicht optimal, Dunst und für meine EOS 450Da leider auch sehr warm mit Nachttemperaturen um die 17°C. Dennoch fanden 20 Aufnahmen mit jeweils 5 min Belichtungszeit ihren Weg auf meinen Sensor.

(Anklicken für größere Darstellung)

Am 8. und 9. September stand dann der Pelikannebel im Schwan auf meiner Wunschliste. Auch hier wurden wieder 20 Aufnahmen mit jeweils 5 min aufgenommen. Da ich im Juni 2010 bereits den Nordamerikanebel aufgenommen hatte versuchte ich mich zum ersten Male an einem Mosaik dieser Region. Ich muss schon sagen da kann man einiges Basteln und probieren und dennoch bekommt man die Farben für beide Teilbilder nicht 100%ig hin. Das nächste Mal werden solche Objekte kurz aufeinander folgend aufgenommen. Ich finde aber der Versuch war es wert, beurteilt selbst:
       
(Anklicken für größere Darstellung)
Am 9. September wollte ich mich dann noch am Elefantenrüssel im IC1396 (im Kepheus) versuchen, aber anscheinend waren 2 schöne Tage in Folge zu viel. Nachdem meine Aufnahmeserie startete und das Guiding perfekt lief, verlor ich nach 4 Aufnahmen den Leitstern. Ein Blick nach oben zeigte mir den Grund aufziehende Wolkenfelder verhinderten die weiteren Aufnahmen. Selbst nach 2 Stunden Wartezeit verbesserte sich die Lage nicht, also war es das für den September. Selbst das TTV in Stumpertenrod lag unter einer Wolkendecke (wie schom im Frühjahr) Nun im Oktober gab es bei mir in Garbenteich bisher zwar vereinzelt Sterne zu sehen, da ich aber in einer Senke wohne zeigte sich auch sehrt schnell Dunst und Nebel.. naja die Hoffnung stirbt zuletzt.

Bis dann Grüße aus Garbenteich

J.Kroll

Samstag, 19. Mai 2012

Strasse der Experimente 2012

Am 13.Mai war es wieder soweit..."Muttertag",

auch, aber die Straße der Experimente rief uns erneut in die Ludwigstraße zum UNI-Hauptgebäude. Auch dieses Jahr sind wir wieder der Einladung gefolgt um unser Hobby einem breiteren Publikum vorzustellen. Was gab es bei uns zu sehen?

Als fester Bestandteil wurde unser orangenes Vereinsteleskop, ein 8 Zoll (20cm) Schmidt-Cassegrain mit 2m Brennweite aufgebaut, mit dem verwendeten 14 mm Okular stand somit eine 142fache Vergrößerung zur Verfügung. Nur was damit am Tage anfangen? Hier wurde wieder auf unser beliebtes Suchspiel zurückgegriffen, was wird gesehen und wo könntet das sein?
Klaus bei der Einweisung...


Ein Fernsehturm in Gießen?

Nein, nur eine Dachspitze bei 142facher Vergrößerung
Ab 17:00 Uhr, die Sonne war hinter den Häuserdächern verschwunden, wurde von Klaus die Venus am Taghimmel eingestellt, welche mit ihrer augenblicklichen Phase sehr beeindruckte und zu entsprechenden Fragen führte.

Als nächstes war unser kleines PST Sonnenteleskop im Einsatz und wir, sowie unsere Besucher wurden an diesem Tage nicht enttäuscht. Zahlreiche sehr ausgeprägte Protuberanzen und ein großer Sonnenfleck waren sichtbar, durch unsere geringere Vergrößerung war die Sonne komplett sichtbar. Von einem Besucher wurde uns dadurch eine bessere Sichtbarkeit der Protuberanzen bescheinigt als bei der Konkurrenz ;-) (der THM) Bei der Konkurrenz sei die Sonne zu groß im Okular gewesen, so dass man jenseits des Randes zu wenig gesehen habe. Na das war doch mal eine positive Rückmeldung.
Marc, bei der manuellen Nachführung der Sonne :-)
Am Stand selber fand man wieder Bastelbögen für eine drehbare Sternenkarte (hier) diverse Astrofotografien und verschiedene Infos zu astronomischen Themen und Ereignissen. Besonders erwähnenswert ist hier der Venustransit am 6.6.2012 ab 5:20 Uhr, der letzte den wir für eine lange Zeit hier in Deutschland beobachten können. Der nächste Transit findet erst im Jahr 2117 statt, nähere Infos und Hinweise zu Beobachtungsorten sind hier von unserem Vereinsmitglied Josef Gräf zusammengefaßt:
 http://www.josef-graef.de/venusdurchgang/2012/index.html 

Klaus hatte sich die Mühe gemacht unser Sonnensystem maßstabsgetreu auf Endlospapier zu drucken, hierbei entsprach eine DIN A4 Seite 2 Millionen Kilometern, leider reichte das Papier nur bis zum Saturn... 
Hier mal die Seitenzahlen für die minimalen-mittleren-maximalen Abstände:
                           Objekt                Seite
                           Sonne:                   1
                           Merkur:            23-28-34
                           Venus:             53-54-54
                           Erde:               73-74-76
                           Mars:           103-113-124
                          Jupiter:        370-388-408
                          Saturn:        674-715-751 
                  (Danach ging uns das Papier aus)
                          Uranus:    1370-1443-1501
                          Neptun:     2222-2264-2272
                          Pluto:        2218-2962-3687

Diese Dimensionen und vor allen Dingen die vielen weissen Blätter dazwischen beeindruckten unsere Besucher. Ebenfalls dargestellt durch einen kleinen Globus und einen Golfball die Größenverhältnisse von Erde und Mond und deren Abstand (genau eine Zeltdiagonale ;-))

Wir möchten uns hiermit für das rege Interesse unserer Besucher bedanken und verabschieden uns bis zum nächsten Jahr.